Michael Leesch

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2 Börsenweisheiten die jeder kennen sollte

Wer sich im Umfeld der Börse bewegt, sei es als Privatanleger oder professioneller Trader, dem sind bestimmt bei passender Gelegenheit Börsenweisheiten zu Ohren gekommen. Stimmen diese überhaupt? Ich selbst konnte bisher mit zwei wichtigen Börsenweisheiten Bekanntschaft machen, die definitiv richtig sind.

Hin und Her macht Taschen leer

Börsenweisheiten

Bild von Darko Djurin auf Pixabay

Hinter dieser Börsenweisheit versteckt sich die Tatsache, dass jeder Kauf- und Verkaufsvorgang Gebühren kostet. Zwar bieten viele Broker, Depotanbieter und Banken niedrige Entgelte an, aber gerade aktive Trader werden diese Gebühren deutlich spüren. Wer ständig Aktien kauft und nach Kursverlusten gleich wieder verkauft oder kleinste Gewinne realisieren will, der zahlt meistens mehr Gebühren an seinen Anbieter als die Sache wert ist.

Darum ist es wichtig sich bei seiner Entscheidung sicher zu sein, sollte man sich für Aktien eines Unternehmens oder für einen ETF-Sparplan entscheiden. Eine langfristige Strategie und Geduld ist hier sehr empfehlenswert. Anleger dürfen sich nicht von Emotionen leiten lassen und sollten das Depot vor dem Kauf der Werte gründlich strukturieren. Buy and Hold sollte besonders bei Börsenneulingen im Vordergrund stehen.

Anleger sollten nur in Unternehmen und Produkte investieren, die sie auch genau verstehen und von denen sie überzeugt sind. Das ständige Hin und Her kostet Transaktionsgebühren und darüber freuen sich nämlich nur die Finanzdienstleister.

Ein fundamentales finanzielles Grundwissen ist deshalb dringend zu empfehlen, damit man nicht nach kurzer Zeit wieder seine Anlageentscheidung bereuen und damit seine Fehlinvestition teuer verkaufen muss. Man kann zwar bei den meisten Brokern kostenlose Aktien- und ETF-Sparpläne anlegen, muss aber für das Auflösen dieser Positionen eine Provisionsgebühr bezahlen.

Time in the market beats timing the market

Man benötigt kein perfektes Timing umd überragende Renditen zu erzielen. Time in the market beats timing the market (Ken Fisher)

Viele Anleger fragen sich wann der richtige Zeitpunkt zum Investieren an der Börse gekommen ist. Viele befürchten genau dann einzusteigen, wenn die Kurse auf einem Allzeithoch sind und demnächst wieder fallen könnten.  Die Suche nach dem richtigen Einstiegszeitpunkt bringt die Gefahr mit sich, überhaupt nicht an der Börse zu investieren.

Gerade als Börsenneuling ist es zu gut wie nicht möglich, den perfekten Einstieg zu finden. Viel wichtiger ist es überhaupt das Geld an die Börse zu bringen. Nur so kann das Geld beginnen für den Anleger zu arbeiten und für einen Zinseszinseffekt sorgen. Ich selbst investiere nur mit ETF-Sparplänen die einmal im Monat ausgeführt werden.

Wenn ich Glück habe, dann erwische ich einmal den Zeitpunkt an dem die Börse am Monatsersten rückläufig ist. Wenn ich Pech habe, dann sind die Börsenkurse gerade deutlich angestiegen. Aber über einen langfristen Zeitpunkt (10 Jahre und mehr) bin ich mir sicher, dass ich durchschnittlich mit der Entwicklung des Gesamtmarkts besser dran bin als selbst zu versuchen den Markt zu schlagen.

Buy and Hold Stratgie sinnvoller

Von Benjamin Graham stammt der Spruch, dass der größte Feind des Anlegers er wohl selbst sei. Demnach ist es ein dummer Fehler wenn man versucht den günstigsten Ein- und höchsten Ausstiegspunkt zu finden. Ich investiere deshalb passiv und nehme lieber die Vorteile der Buy and Hold Strategie mit.

Welche Börsenweisheiten sind euch bisher untergekommen? Haltet ihr diese für richtig?

 

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