The Chaos Engine AGA im Review

Nach zwei Jahren Entwicklungszeit konnten die englischen Spiele-Hersteller The Bitmap Brothers endlich ihr lang ersehntes Amiga Game The Chaos Engine fertigstellen. Und die lange Wartezeit hat sich auf jeden Fall gelohnt. Herausgekommen ist ein unterhaltsamer Top-Down-Shooter der in einem viktorianischen Cyberpunk-Setting angesiedelt ist.

Chaos Engine

Zusammen mit einem CPU- oder menschlichen Partner muss man 4 Welten erkunden und die jeweils benötigten Säulen (Nodes) aktivieren um den Ausgang zu öffnen. Ziel ist es die in einem Landhaus versteckte Chaosmaschine zu vernichten.

Startet man The Chaos Engine für den Amiga wird man zunächst mit einem schönen Intro auf das Spiel eingestimmt. Für die sehr gute Grafik und die mitreißende Musik und Sound-Effekte waren Dan Malone war Richard Joseph zuständig.

Chaos Engine – der Spielstart und die Auswahl der Charaktere

Zu Beginn von Chaos Engine wählt man die eigene Spielfigur und sucht sich einen passenden Söldner als Begleiter aus. Dieser wird dann vom Computer gespielt. Die sechs verschiedenen Söldner unterscheiden sich hauptsächlich durch die benutzten Waffen und diverse Spezialfähigkeiten.

Chaos Engine Spielerauswahl

Navie und Thug trumpfen mit jeder Menge Lebensenergie und massig Firepower auf, müssen aber Abstriche bei der Geschwindigkeit machen. Gentleman und Preacher sind deutlich schneller während Brigand und Mercanary sehr ausgeglichen sind was die Stats und Feuerkraft anbelangt.

Witzig ist auch, dass die Computer-Begleiter das am Boden liegende Geld ebenfalls aufsammeln können und es somit dem Spieler schwerer machen sich selbst besser auszurüsten.

Spielablauf und Leveldesign

Hat man sich für seine Spielfigur entschieden startet man zusammen mit seinem Partner noch ganz gemütlich mit der ersten Welt und hat es mit ersten Gegnern zu tun, die noch leicht auszuschalten sind. Später werden die Gegner in The Chaos Engine deutlich anspruchsvoller in dem sie entweder deutlich mehr aushalten oder wild durch die Gegend hüfen.

Im Laufe eines jeden Levels findet man Ying und Yang Symbole die als Speicherpunkte dienen. Schlüssel auf dem Boden und diverse „Nodes“ öffnen Zugänge zu geheimen Orten an denen Geld oder Bonuswaffen versteckt sind. Um den Ausgang zum nächsten Level zu öffnen muss man die entsprechenden „Nodes“ aktivieren. Diese erinnern ein wenig an die Tesla-Spulen aus Command and Conquer.

Ingame Chaos Engine

Hat man den Ausgang erreicht und somit das Level erfolgreich abgeschlossen, dann erhält man einen Überblick über den gerade abgeschlossenen Level und erfährt wie erfolgreich man war. Danach kann man in einem Zwischenscreen die Werte der Charaktere aufbessern, neue Waffen oder auch Extraleben kaufen. Mit durchschlagskräftigerer Munition ist man in den späteren Leveln deutlich besser beraten, zumal es alle 7000 Punkte im Spiel ein gratis Leben gibt.

Mein Fazit zum Amiga Game Chaos Engine

Die Bitmap Brothers haben mit der Chaos Engine ein Spiel für den Amiga auf den Markt gebracht, dass durch gute Grafik und einem tollen, treibenden Soundtrack überzeugen kann. Die gelungene Mischung aus Ballern und Puzzeln spricht eine große Anzahl an Gamern an. Wer einen unterhaltsamen Top-Down-Shooter sucht ist hier bestens aufgehoben. Für das SNES ist das Game übrigens unter dem Namen Soldiers of Fortune erschienen

Weitere Infos zu The Chaos Engine

  • Amiga Modell: alle
  • Andere Plattformen: ST/E, PC, Mega Drive, SNES
  • Hersteller: Bitmap Brothers, Renegade Software
  • Erscheinungsjahr: 1993